10 Dinge an Tokyo

Ich war im fernen Osten und habe die Metropolenstadt Tokyo besucht. Was ich mitgebracht habe? Jede Menge tolle Erinnerungen, kitschige japanische Kleinigkeiten und 10 Dinge an Tokyo, die mir gefallen oder eher nicht so gefallen haben.

1. Die Hilfsbereitschaft in Tokyo

Natürlich handelt es sich hierbei um eine positive Sache, generell sind Japaner und Japanerinnen sehr bemüht uns Touristen zu helfen, denn das Straßen- und Trainsystem in Tokyo ist wirklich eine Katastrophe und ohne Handy mit mindestens 4G Internetempfang und Google Maps braucht man dort gleich gar nicht anzutanzen. Englisch ist in Tokyo noch nicht so angekommen, aber trotzdem können sie dir mit Händen und Füßen den Weg oder die richtige U-Bahn Plattform zeigen. Sehr beliebt ist es auch einfach ein „o“ an das englische Wort zu hängen, dann klingt es gleich viel japanischer- „straighto“ zum Beispiel wurde mir mehrmals für geradeaus mitgeteilt. Auch die gestressten Busfahrer der öffentlichen Verkehrsmitteln helfen Touristen gerne weiter und steigen sogar mit aus um die richtige Haltestelle zu zeigen.

2. Luxusgüter: Obst und Gemüse

Nach sieben Tagen in Tokyo ist mir bei den Gedanken an Brokkoli, Spinat und Karotten das Wasser im Mund zusammengelaufen, denn Obst und Gemüse sind Luxusgüter dort und kosten sehr viel mehr als bei uns. Fleisch und Fisch hingegen sind günstiger, genauso wie Instantnoodles, Chips und Süßigkeiten. 4 Äpfel kosten in einer normalen Supermarktkette um die 6€, ein kleiner Salatkopf 3€ und 5 Erdbeeren 8€.

3. Tokyo- eine saubere Stadt

Das Tokyo eine Weltmetropole ist, fällt in manchen Stadtgebieten gar nicht so auf. Generell ist Tokyo ein bisschen anders, sehr sauber zum Beispiel. Mistkübel auf der Straßenseite, bei der Bushaltestelle oder neben einer Parkbank? Absolute Fehlanzeige, Mistkübel sind in Tokyo nur neben den berühmten Getränkeautomaten für Dosen und PET Flaschen zu finden ansonsten eher Raritäten. Die Tokioter nehmen ihren Müll mit nach Hause und das sieht man auch in der Stadt, denn Tokyo ist wirklich sauber!

4. „hektische“ Großstadt

Wer eine hektische Großstadt sucht, der sollte nach London reisen, denn in Tokyo wird er diese nicht finden! Ein einziges Mal war es hektisch in der Großstadt, das war um 17 Uhr an einem Donnerstag in der U-Bahn, wo alle fleißigen Tokioter nur nach Hause wollten. Diese Hektik ist ungefähr mit einem Freitagnachmittag in einer großen Shoppingmall bei uns zu vergleichen, also erträglich.

5. fortschrittliche Autos

In Tokyo findet man sehr viele Elektroautos, generell findet man fortschrittliche Autos dort. Ein Tipp von mir, niemals die Türe von einem Taxi angreifen, denn diese Türen werden elektrisch vom Taxifahrer geöffnet- absolut gewöhnungsbedürftig! In Odaiba, ein Stadtteil Tokyos, befindet sich eine Teststrecke von Toyota und von einer Brücke aus kann man die modernen Autos sehen. Ein Auto hat es mir besonders angetan, ein Auto mit Solarpaneele auf dem Dach- ein genialer Fortschritt wie ich finde!

6. Tiefe Tasche mitnehmen

Die Preise sind generell hoch und so muss man bei alltäglichen Dingen tief in die Tasche greifen. Taxis sind teuer, genauso wie die U-Bahn und Zug. Der Bus hingegen kostet pro Strecke umgerechnet knapp 2€. Wie oben schon erwähnt ist auch das Essen teuer, für kleine Snacks eignen sich die Essensstände vor touristischen Hotspots, da gibt’s zum Beispiel Yakisoba, gebratene Nudeln oder Süßkartoffeln für 5€. Aber nicht alles ist teuer, bei Punkt 7 geht’s weiter:

7. 100 Yen Shops

Eine geniale Erfindung, aber Achtung viel Klump ist auch dabei! Die 100 Yen Shops oder die Shopkette Daiso kann man mit den 1 Euro Shops oder Tedi bei uns vergleichen, nur dass es dort so viele nützlichere Dinge gibt. In diesen Shops habe ich viel Zeit verbracht, die Beschreibungen stehen nämlich nur auf japanisch drauf und so muss man sich oft zusammenreimen für was das Ding für 100 Yen dann wirklich ist. Gekauft habe ich dort zum Beispiel einen Maki/Sushi Maker, Bentoboxen oder Socken für meine Stühle, damit mein Boden nicht zerkratzt. Diese coolen Shops findet man in jedem größeren Einkaufszentrum oder in den Seitengassen Tokyos.

8. Unicorn und Unikate

Manga, Einhörner und bunte Haarfarben! So kennt man Japans Hauptstadt auch und ja es gibt Geschäfte wo man sich mit Mangakleidung, Make-Up und Accessoires eindecken kann. In Tokyo kann man sich modisch so richtig ausleben ohne blöde Blicke zu kassieren. Im Stadtteil Harajuku findet man wirklich alles was das Einhornherz begehrt, dort gibt es auch die berühmte Regenbogenzuckerwatte.

9. Moderne Gebäude und Tradition vereint

Architektur wird in Tokyo groß geschrieben, Hochhäuser findet man dort wie Sand am Meer, eine richtige Weltstadt eben. Aber wenn man genauer hinschaut findet man kleine alte Schreine zum Beten und Bewundern. Und wenn man noch genauer hinschaut findet man kleine Gässchen zum Schlemmen und Genießen, denn dort findet dann das wahre japanische Leben statt. Oft habe ich beobachtet, dass Business Männer in dunklen Gassen verschwunden sind, einmal habe ich mich getraut zu folgen und da war sie dann die Straße des japanischen Genusses- Yakitori-Spiese, Fisch am Grill und vieles mehr.

10. Sakura

Auch wenn man bei uns die Kirschblüte so richtige erleben kann und wunderschöne bunte Bäume findet, ist die Kirschblüte, Sakura, in Japan ganz was anderes. Ich kann es nicht genau beschreiben was mich an der Blüte so fasziniert hat, aber ich werde es versuchen. Wenn man diese bunten Straßen mit tausenden Kirschblüten in einer so großen Stadt sieht, geht einem das Herz auf und die Blüten haben eine beruhigende Wirkung auf einen. Ich kann die Japaner verstehen, dass sie schon in den frühen Morgenstunden einen Platz unter den Kirschbäumen für das abendliche Picnic reservieren. Sakura ist ein Fest, dass die Japaner wissen zu feiern.

1 Comment
  • Christine
    April 17, 2017

    Sehr tolle Fotos und vor allem Eindrücke! Tokyo hatte ich bisher nicht so auf meinem Radar, zu Unrecht wie ich jetzt feststelle!

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